Die Probezeit ist kein „Abwarten und Hoffen“, sondern ein kurzer, fairer Testlauf – für beide Seiten. Wer früh strukturiert vorgeht, bekommt schneller Feedback, reduziert Missverständnisse und schafft eine belastbare Perspektive.
In den ersten 14 Tagen: Erwartungen klären
Stellen Sie gleich zu Beginn die wichtigsten Fragen: Woran wird Leistung gemessen? Welche Prioritäten gelten im Tagesgeschäft? Und wie sieht „gut“ konkret aus? Notieren Sie Antworten und gleichen Sie sie mit Ihrer Rolle ab.
- Welche Aufgaben haben höchste Priorität?
- Welche Tools/Standards sind gesetzt (Doku, Tickets, Qualität)?
- Wer entscheidet was, und wie läuft Eskalation?
- Wann findet das erste Feedbackgespräch statt?
Bis Woche 6: Belege sammeln, Gespräche führen
Liefern Sie sichtbar ab: kleine Ergebnisse, saubere Übergaben, kurze Updates. Führen Sie eine Mini-Liste mit Erfolgen, offenen Punkten und Learnings – ideal für Gespräche.
Tipp: Bitten Sie aktiv um ein 15‑Minuten-Check-in alle zwei Wochen. Das wirkt professionell, nicht nervig.
Zum Abschluss: Fragen Sie nach dem nächsten Schritt („Was muss ich zeigen, um nach der Probezeit als gesetzt zu gelten?“). Wenn Antworten ausweichen oder Ziele ständig wechseln, ist das ein Signal – und Sie können rechtzeitig nachjustieren oder Alternativen prüfen.

